So rechnest du dein Camp durch
Ein Feriencamp ist für viele Tennisschulen der größte Umsatzblock des Jahres, und trotzdem wird der Preis oft aus dem Bauch gesetzt. Betreuungsschlüssel, Platzmiete und Verpflegung werden unterschätzt, und am Ende bleibt weniger übrig als gedacht. Dieser Rechner ersetzt das Bauchgefühl durch eine Zahl.
Die Logik ist einfach: Deine Einnahmen sind Kinderzahl mal Preis pro Kind. Deine Kosten setzen sich aus vier Blöcken zusammen, Trainerstunden, Platzmiete, Verpflegung und einmalige Kosten wie Bälle, Shirts, Versicherung und Organisation. Was nach Abzug übrig bleibt, ist dein Gewinn. Weil du pro angefangene Gruppe einen weiteren Trainer und einen weiteren Platz brauchst, steigen die Kosten nicht gleichmäßig, sondern in Stufen, genau das macht die Kalkulation im Kopf so fehleranfällig.
Drei Zahlen sind entscheidend. Der Break-even zeigt, ab wie vielen Kindern dein Camp die Kosten deckt, und wie viel Puffer du darüber hast. Die Preisempfehlung nennt den Preis pro Kind, mit dem du deine Wunsch-Marge triffst. Und die Zeile „1 Kind mehr pro Gruppe“ zeigt in Euro, was ein strafferer Betreuungsschlüssel bringt: weniger Trainer, weniger Plätze, mehr übrig.
Ein Hinweis zu den Platzkosten: Sie schwanken extrem. Ein Freiplatz im Sommer kostet dich fast nichts, eine Hallenstunde im Winter schnell ein Vielfaches. Der Startwert ist bewusst niedrig gewählt, trag deinen echten Stundensatz ein. Alle anderen Startwerte sind ebenfalls nur anpassbare Annahmen, keine belegten Marktzahlen. Das Ergebnis ist so gut wie deine Eingaben.
Siehe auch: Was kostet Tennistraining? (Preis-Report 2026) , Median-Preise für Einzel- und Gruppentraining aus 110 Tennisschulen, als Orientierung für deinen Camp-Preis.